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WikiLeaks. Oder warum ohne Geld in der Tasche Informationen auch nichts mehr wert sind.

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Quelle: wikileaks.de

WikiLeaks hatte schon immer Gegenwind: Regierungen fühlten sich auf den Schlipps getreten, Botschafter entblößt; auch als Privatperson kann man Zweifel daran haben, ob das Vorgehen von Assange & Co. wirklich der Welt oder letztlich nur den Beteiligten selbst dient. Konzernriesen wie Amazon, Visa, Mastercard oder PayPal verweigerten die Zusammenarbeit und viele der kleinen Helferlein, die sich dazu berufen fühlten, WikiLeaks mit Daten zu versorgen, sehen sich erheblichen Problemen gegenüber, sollten sie erwischt werden. Bradley Manning darf im Falle einer Verurteilung beispielsweise mit 52 Jahren Haft rechnen.

Aber auch intern lief es alles andere als rund: Kommunikationsprobleme führten dazu, dass ungeschwärzte Versionen der Botschaftsdepeschen zugänglich wurden, Zerwürfnisse zwischen führenden Personen der Organisation brachten weitere Probleme mit sich. Ganz zu schweigen von dem scheinbaren Justizfeld- und Kreuzzug an Julian Assange.

Nun, WikiLeaks hat ein Loch. In der Tasche. Wie heute bekannt wurde, werden vorerst keine weiteren Veröffentlichungen getätigt, da man sich erst einmal darum kümmern wolle, die eigenen Finanzen in den Griff zu bekommen. Schuld daran seien allerdings andere: So heißt es beispielweise, dass über 95 Prozent der WikiLeaks zustehenden Spenden von amerikanischen Unternehmen zurückgehalten würden. Außerdem sei man aktuell gar nicht in der Lage, sichere Einsendemöglichkeiten anzubieten – sprich: dementsprechend häufig Veröffentlichungen durchzudrücken und größere, finanzwirksame Publicity zu genießen -, da das eigentlich dafür zuständige System sich bereits vor Monaten zusammen mit einem nun ehemaligen Mitarbeiter aus dem Staub gemacht habe. Ein Ersatz soll am 28. November in Betrieb gehen.

Wenn man genau hinsieht, findet man aber noch weitere Details. Weiterlesen »

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